Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Stand: Juni 2026.

1. Geltungsbereich

Diese AGB gelten für die Nutzung der Software-as-a-Service-Plattform BauNormal durch Unternehmer i. S. d. § 1 KSchG (B2B). Anbieter ist Robert Beisteiner (Geschäftsbezeichnung baunormal.at"), Mühlweg 2/232, 1210 Wien, Österreich (im Folgenden „Anbieter"). Entgegenstehende oder abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.

2. Vertragsgegenstand

BauNormal ist eine cloudbasierte Software (SaaS) für Ausschreibung, Angebotsvergleich, Aufmaß, Abrechnung und zugehörige Funktionen nach ÖNORM A 2063. Der Anbieter stellt die jeweils aktuelle Version der Software über das Internet zur Nutzung bereit; ein Anspruch auf Überlassung des Quellcodes oder auf eine Installation beim Kunden besteht nicht. Der Funktionsumfang richtet sich nach dem gebuchten Paket (Basis / Pro / Premium). Der Anbieter ist berechtigt, die Software laufend weiterzuentwickeln, anzupassen und einzelne Funktionen zu ändern, sofern der vereinbarte Kernzweck erhalten bleibt.

3. Registrierung & Organisation

Die Nutzung erfordert ein Benutzerkonto innerhalb einer Organisation. Der Organisationsinhaber verwaltet Mitglieder und das Abonnement und ist für die ordnungsgemäße Verwendung der Zugangsdaten verantwortlich. Zugangsdaten sind geheim zu halten und vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Der Kunde haftet für sämtliche Aktivitäten, die unter seinen Zugangsdaten erfolgen.

4. Pakete, Preise & Abrechnung

4a. Weiterempfehlungsprogramm

5. Testphase

Neue Organisationen können BauNormal 30 Tage kostenlos testen. Ohne Abschluss eines kostenpflichtigen Pakets endet der Zugang nach Ablauf der Testphase. Während der Testphase besteht kein Anspruch auf Verfügbarkeit, Support oder Datenerhalt.

6. Zulässige Nutzung, Fair Use & Sperrung

Der Kunde verpflichtet sich, die Plattform nur im Rahmen der gebuchten Pakete und der gesetzlichen Bestimmungen zu nutzen. Insbesondere ist es untersagt, die Plattform automatisiert in einer Weise abzufragen oder zu belasten, die über die normale, sachgerechte Nutzung hinausgeht, sowie Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen oder die Verfügbarkeit für andere Kunden zu beeinträchtigen. Einzelheiten regeln die Nutzungsrichtlinien (Acceptable Use Policy), die Bestandteil dieses Vertrags sind.

Der Anbieter behält sich vor, bei unsachgemäßer, missbräuchlicher oder exzessiver Nutzung (z. B. außergewöhnlich hohe Last durch einzelne „Power-User", automatisierte Massenzugriffe, übermäßiger Speicher- oder Rechenverbrauch) einzelne Benutzerkonten oder die gesamte Organisation – soweit zur Sicherstellung eines reibungslosen Betriebs für alle Kunden erforderlich – auch ohne Vorwarnung vorübergehend zu drosseln oder zu sperren. Der Anbieter wird den Kunden über eine solche Maßnahme unverzüglich per E-Mail informieren und sich um eine einvernehmliche Lösung bemühen. Bei einer durch den Kunden zu vertretenden Sperre besteht kein Anspruch auf Entgeltminderung oder Schadenersatz.

7. Verfügbarkeit (SLA)

Der Anbieter strebt eine Verfügbarkeit der Plattform von 99 % im Jahresmittel an. In diese Berechnung nicht eingerechnet werden Zeiten, in denen die Plattform aus Gründen nicht erreichbar ist, die der Anbieter nicht zu vertreten hat – insbesondere geplante Wartungsfenster (nach Möglichkeit außerhalb üblicher Geschäftszeiten und vorab per E-Mail angekündigt), Störungen beim Hosting- oder Netzbetreiber, höhere Gewalt sowie Ausfälle, die auf den Kunden oder Dritte zurückzuführen sind.

Eine ununterbrochene, fehler- oder unterbrechungsfreie Verfügbarkeit wird ausdrücklich nicht geschuldet.

8. Backup, Wiederherstellung & Datenexport

9. Daten & Rechte an Inhalten

Die vom Kunden eingestellten Projekt- und Ausschreibungsdaten bleiben dessen Eigentum. Der Anbieter verarbeitet diese als Auftragsverarbeiter (siehe AVV) ausschließlich zur Leistungserbringung. Der Kunde sichert zu, dass er zur Nutzung und Speicherung der von ihm eingestellten Inhalte berechtigt ist und keine Rechte Dritter verletzt.

10. Gewährleistung

Die Plattform wird im jeweils aktuellen Stand „wie besehen" (as is) bereitgestellt. Soweit gesetzlich zulässig, wird im B2B-Verhältnis jede über die zwingenden Bestimmungen hinausgehende Gewährleistung ausgeschlossen. Insbesondere übernimmt der Anbieter keine Gewähr dafür, dass die Plattform ununterbrochen, fehlerfrei oder für einen bestimmten Zweck des Kunden geeignet ist, dass sämtliche Funktionen jederzeit verfügbar bleiben oder dass die Ergebnisse den individuellen Anforderungen des Kunden entsprechen. Die Vermutung der Mangelhaftigkeit nach § 924 ABGB wird – soweit zulässig – abbedungen. Der Kunde ist verpflichtet, Mängel unverzüglich nach Erkennen schriftlich (E-Mail genügt) zu rügen.

11. Haftung & Service-Gutschrift

Der Anbieter haftet nach den gesetzlichen Bestimmungen bei Vorsatz und krasser grober Fahrlässigkeit sowie bei Personenschäden. Im Übrigen ist die Haftung – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen, insbesondere für leichte Fahrlässigkeit, für entgangenen Gewinn, für mittelbare Schäden und Folgeschäden, für Datenverlust (sofern der Kunde seiner Export-/Sicherungsobliegenheit nach Punkt 8 nicht nachgekommen ist) sowie für Schäden aus der Nichtverfügbarkeit der Plattform.

Kein Schadenersatz bei Ausfall: Für Ausfälle oder Nichtverfügbarkeit der Plattform schuldet der Anbieter keinerlei Schadenersatz. Als einzige Abhilfe gilt: Übersteigt ein vom Anbieter zu vertretender, zusammenhängender Ausfall die in Punkt 8 genannte Wiederherstellungszeit erheblich und liegt die Verfügbarkeit dadurch unter dem in Punkt 7 angestrebten Wert, erhält der Kunde auf Verlangen für jeden angefangenen Monat eines solchen längeren Ausfalls eine Gutschrift in Höhe eines Monatsbeitrags des betroffenen Abonnements. Weitergehende Ansprüche des Kunden aus Anlass des Ausfalls sind ausgeschlossen.

Soweit die Haftung des Anbieters dem Grunde nach besteht, ist sie der Höhe nach – außer bei Vorsatz und krasser grober Fahrlässigkeit sowie bei Personenschäden – auf das vom Kunden in den letzten zwölf Monaten vor dem schadensauslösenden Ereignis tatsächlich gezahlte Entgelt begrenzt.

12. Support & Kommunikation

Kommunikation und technische Unterstützung erfolgen ausschließlich per E-Mail an info@baunormal.at. Eine telefonische Hotline oder ein Support mit garantierten Reaktionszeiten wird nicht angeboten. Der Anbieter bearbeitet Anfragen innerhalb angemessener Frist während üblicher Geschäftszeiten; ein Rechtsanspruch auf eine bestimmte Reaktions- oder Lösungszeit besteht nicht.

13. Testphase, Laufzeit & Kündigung

Das Abonnement kann zum Ende des jeweiligen Abrechnungszeitraums über das Kundenkonto gekündigt werden. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Parteien unberührt; ein wichtiger Grund für den Anbieter liegt insbesondere bei erheblichem Zahlungsverzug oder schwerwiegendem Verstoß gegen Punkt 6 vor. Ein gesetzliches Rücktrittsrecht für Verbraucher besteht im B2B-Verhältnis nicht. Kündigungen bedürfen der Textform (E-Mail genügt) oder erfolgen über die dafür vorgesehene Funktion im Kundenkonto.

14. Höhere Gewalt

Ereignisse höherer Gewalt (z. B. Naturereignisse, Krieg, Pandemie, Streik, behördliche Maßnahmen, großflächige Strom- oder Internetausfälle, Ausfälle von Vorleistern wie Hosting- oder Netzbetreibern) befreien den Anbieter für deren Dauer von der Leistungspflicht. Ansprüche des Kunden hieraus sind ausgeschlossen.

15. Änderungen dieser AGB

Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern. Änderungen werden dem Kunden mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten per E-Mail mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist bzw. nutzt er die Plattform danach weiter, gelten die geänderten AGB als angenommen. Auf diese Folge wird in der Mitteilung gesondert hingewiesen.

16. Schlussbestimmungen

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt; an die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt (salvatorische Klausel). Eine Abtretung von Rechten und Pflichten aus diesem Vertrag durch den Kunden bedarf der Zustimmung des Anbieters. Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts und der Verweisungsnormen des IPR. Ausschließlicher Gerichtsstand ist – soweit zulässig – der Sitz des Anbieters.