Ausschreiben und vergeben
Leistungsverzeichnisse nach ÖNORM A 2063 erstellen, Bieter einladen, Angebote vergleichen und den Zuschlag revisionssicher dokumentieren — inklusive der Zusatzpflichten öffentlicher Auftraggeber nach BVergG 2018.
Ausschreibungen nach ÖNORM A 2063
Ein Assistent in vier benannten Schritten — Grunddaten, Leistungen, Mengen & Details, Prüfen & freigeben — statt eines Formulars mit 47 Feldern. Pflichtangaben nach A 2063 sind vom Optionalen getrennt, und ein Zähler sagt jederzeit, wie viele davon noch fehlen.
- Vier benannte Schritte mit Pflichtfeldzähler
- Hierarchie aus LG/ULG/Positionen, Wahl- & Eventualpositionen
- Lückentexte (Auswahl- und Bieterlücke) im Langtext
- Autosave mit sichtbarer Quittung, „Später fortsetzen“ jederzeit
Schritt 1 „Grunddaten“: Pflichtangaben nach A 2063 links, laufende Freigabe-Checkliste rechts. Optionale und vergaberechtliche Felder liegen darunter, benannt statt versteckt.
Normkonformer Text, editierbare Lücken
Der Ausschreibungstext aus dem Katalog bleibt gesperrt — geändert wird nur, was geändert werden darf. Lücken stehen dort, wo sie hingehören: mitten im Satz, mit Kennung, Lückenart und Datentyp. Die Kennung ist zugleich der Variablenname, mit dem die Zuschlagswertung später rechnet.
- Gliederungsbaum mit Positionszählern je Leistungsgruppe
- Auswahl- und Bieterlücken im Textfluss statt im Beiformular
- Kennwerte je Position (z. B. Wärmeleitfähigkeit, tragend ja/nein)
- Katalog-Updates werden gemeldet, nicht im 214-Zeilen-LV versteckt
Reiter „Positionen“: links der Gliederungsbaum, rechts offene Lücken und Katalog-Updates als eigene Karten.
Angebote auf einen Blick vergleichen
Alle Einreichungen nebeneinander — mit Summen je Gewerk, Gesamtsumme und farblicher Abweichung zum Referenzangebot. Nachträglich ergänzte Positionen und Bieterhinweise sind klar markiert.
- Tabellarischer Preisspiegel über alle Bieter
- Farbskala der Abweichung, Summen je Kategorie
- Nachgereichte Positionen markiert
- Hinweise und Vorbehalte je Bieter
Preisspiegel mit Bestwert je Leistungsgruppe und Abweichung zum Referenzangebot.
Einladungen & Einreichungen
Vor der Öffnung lautet die Frage nicht „was steht drin?“, sondern „wer fehlt noch?“. Genau das zeigt die Teilnehmerliste — eingeladen, Entwurf, eingereicht. Angebotsinhalte sind bis zum Öffnungstermin für niemanden einsehbar, auch nicht für die eigenen Leute.
- Geheimwettbewerb als Systemzustand, nicht als Versprechen
- Öffnung protokollieren mit Niederschrift
- Einladungslink gilt organisationsweit, eingereicht wird genau einmal
- Bieteranfragen (Q&A) — Antworten gehen an alle Teilnehmer
Vor der Öffnung: wer eingeladen ist, wer den Link geöffnet hat, wer eingereicht hat — ohne einen einzigen Preis zu zeigen.
Bestbieterermittlung mit Zuschlagskriterien
Gewichtete Bewertung aus Preis- und Qualitätskriterien mit normiertem Gesamt-Score. Die Wertung rechnet mit echten Werten: Die Bauzeit-Bewertung liest die Zahl direkt aus der benannten Lücke der Position — deshalb ist die Kennung Pflicht, sobald ein Kriterium daran hängt.
- Preis- und Qualitätskriterien mit Gewichtung
- Kriterienwerte aus benannten Positionslücken gelesen
- Eignungsnachweise getrennt nach „mit Angebot“ und „vor Zuschlag“
- Aufklärung vor dem Ausscheiden wird vorgeschlagen
Eignungsnachweise mit Vorlagezeitpunkt und Rücklauf; rechts die Zuschlagskriterien samt Quelle ihrer Rechenwerte.
Jede Freigabe erzeugt Snapshot und Hash
Die Revisionskette der Ausschreibung als prüffähiger Nachweis: Typ, Änderungsgrund, Quellreferenz und Wirksamkeitsdatum je Fassung, dazu ein automatischer Diff. Ein Zurücksetzen von „Freigegeben“ auf „Entwurf“ gibt es bewusst nicht.
- Snapshot + Hash je Freigabe, abgelöste Fassungen bleiben erhalten
- Diff schreibt sich selbst: geändert, neu, entfernt — mit Positionsnummer
- Lebenszyklus Entwurf → Prüfung → Freigegeben → Abgelöst
- Ereignisprotokoll mit Person, Zeitpunkt und Begründung
Version 3 mit Änderungsgrund, automatischem Diff und Hash; darunter die abgelösten Fassungen.
4 weitere Funktionen
Vergabeverfahren nach ÖNORM A 2050
Das gesamte Verfahren revisionssicher: von der Verfahrenswahl über die Eignungsprüfung und die Angebotsöffnung mit Niederschrift bis zur Zuschlagsentscheidung und zum Vergabevermerk. Norm-neutral — auch für private Auftraggeber, die A 2050 vereinbaren.
- Verfahrensart & Fristenregime (Binde-/Öffnungstermin)
- Eignungsprüfung, Subunternehmer & Bietergemeinschaft
- Angebotsöffnung mit Niederschrift & Geheimwettbewerb
- Zuschlag & Vergabevermerk als PDF
Lose & garantierte Angebotssummen
Lose nach Gewerken bilden — damit auch regionale Betriebe ohne eigenes Gerät anbieten können — und garantierte Angebotssummen festlegen. Beides verteilt Mengenrisiko, nur an unterschiedliche Parteien. Vor der Freigabe prüft das System, ob jede Position genau einem Los gehört.
- Lose mit Einzelzuschlag, Schätzsumme und Positionszahl
- Garantierte Angebotssummen über Gruppen-IDs
- Vergabestrategie als Text im Dokument, nicht nur im Kopf
- Prüfung vor der Freigabe: Zuordnung und Zuschlagslogik
BVergG-konforme Vergabe (Overlay)
Ein Regime-Schalter je Ausschreibung blendet die vergaberechtlichen Zusatzpflichten ein und dokumentiert den Verfahrensablauf revisionssicher. Die rechtsverbindliche Bekanntmachung und Angebotseinbringung läuft weiterhin über die offiziellen Plattformen (ANKÖ/PROVIA/TED).
- Regime-Schalter je Ausschreibung
- Versionierte Schwellenwerte (Unter-/Oberschwelle)
- Stillhaltefrist § 144 & Mitteilung § 305
- Vergabevermerk als PDF & Widerruf § 149
TED-Ausschreibungsintegration
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