Kalkulieren und Preise pflegen
Vom Mittellohn über Material-, Geräte- und Fremdleistungskosten bis zum Einheitspreis — jede Zahl mit ihrem Rechenweg. Dazu die eigene Preisdatenbank, die Angebote vorbefüllt, und die Wertsicherung nach ÖNORM B 2111.
Kalkulation nach ÖNORM B 2061
Der Einheitspreis entsteht aus Bausteinen, nicht aus einem Bauchgefühl: Mannschaftsstunden, Material, Gerät und Fremdleistung werden je Position zusammengesetzt und mit den Zuschlagssätzen beaufschlagt. Jeder Wert lässt sich bis zu seinem K-Blatt zurückverfolgen.
- K-Blätter K3 (Mittellohn), K4 (Material), K6 (Gerät) als gemeinsame Grundlage
- Bausteine je Position: Zeit, Material, Gerät, Fremdleistung
- Zuschlagssätze für Geschäftsgemeinkosten, Wagnis und Gewinn
- Preisstand fixiert — spätere Änderungen wirken nicht rückwirkend
Der Einheitspreis mit vollständigem Rechenweg: Bausteine, Zwischensummen und Zuschläge stehen nebeneinander.
Mannschaften statt zweitgepflegter Stundensätze
Eine Partie wird aus Einstufungen zusammengestellt — Polier, Facharbeiter, Hilfsarbeiter —, und ihr Mittellohn rechnet sich aus den K3-Sätzen. Fehlt einer Einstufung der Mittellohn, sagt das die Software, statt still 0,00 € zu rechnen.
- Mittellohn der Partie aus den K3-Einstufungen gerechnet
- Vollständiger Rechenweg bis zum Verrechnungssatz je Stunde
- Vorhaltung Kleingerät als prozentualer Zuschlag
- Mannschaften aus der Ressourcenplanung übernehmbar
Rechts der aufgeklappte Rechenweg: Positionen → Summe je Mannschaftsstunde → geteilt durch Köpfe → Zuschlag → Verrechnungssatz.
Material (K4) und Geräte (K6) durchgerechnet
Warum kostet der Beton in der Kalkulation mehr als beim Lieferanten? Das K4-Blatt zeigt es Zeile für Zeile: Listenpreis minus Rabatt ergibt den Nettoeinkauf, dazu Fracht, Verlust und Manipulation. Beim Gerät führt das K6-Blatt vom Neuwert über Abschreibung, Verzinsung und Reparatur zum Satz je Einsatzstunde.
- K4: Listenpreis → Rabatt → Fracht → Verlust → Manipulation → Kalkulationspreis
- K6: Neuwert → Abschreibung, Verzinsung, Reparatur → Vorhaltung → Satz je Stunde
- Geräte aus der Baugeräteliste ÖBGL übernehmen, mit ÖBGL-Nummer
- Alte oder fehlende Preise werden gemeldet — samt betroffener Bausteine
Rechts die K4-Kette: jeder Schritt mit Prozentsatz und Betrag, damit die Differenz zum Listenpreis belegt ist.
Preisverwaltung & Einheitspreise
Eigene Einheitspreise je Position einmal zentral hinterlegen — getrennt nach Lohn und Sonstigem nach ÖNORM A 2063. Neben dem eigenen Preis stehen der kalkulierte Wert und der letzte Vergabepreis, damit eine Zahl nicht ohne Kontext dasteht. Liegt der gepflegte Preis unter der Kalkulation, wird die Unterdeckung in Euro beziffert.
- Drei Preise je Position: eigener EP, kalkuliert, letzte Vergabe
- Unterdeckung mit Menge und Betrag benannt
- Fortschreiben um einen Prozentsatz, auf den Kalkulationswert oder die letzte Vergabe — mit Vorschau
- Automatischer Prefill in Angeboten, CSV- und ÖNORM-ONPR-Austausch
Eigener Preis, Kalkulationswert und letzte Vergabe nebeneinander; die Herkunft steht als Chip in der Zeile.
4 weitere Funktionen
Der Gerätesatz hängt an den Einsatzstunden
Ein Gerätesatz nach K6 steht und fällt mit der angenommenen Einsatzzeit. Deshalb stellt BauNormal die Annahme neben die Ist-Stunden aus der Ressourcenplanung — und rechnet vor, wie sich der Satz ändert, wenn die Maschine weniger läuft als kalkuliert.
- Kalkulierte Einsatzstunden neben den tatsächlichen
- Auswirkung auf den Stundensatz sofort beziffert
- Ist-Stunden per Klick übernehmen
- Kopplung an das Maschineninventar über die Inventarnummer
Fremdleistung mit Bindefrist im Blick
Angebote Dritter mit Summe, Nachlass und Kalkulationsansatz in einer Zeile — inklusive der LV-Positionen, die sie abdecken. Der Leitwert ist die Bindefrist: Läuft ein Subunternehmerangebot ab, bevor der Auftrag erteilt ist, ist der Ansatz im eigenen Angebot nicht mehr gedeckt.
- Bindefristen und Preisgültigkeiten in der Zeile, mit Vorwarnung
- Ansätze ohne Angebot bleiben dauerhaft als Schätzung markiert
- Fremdleistung, Sonstiges und Lieferantenpreise in einem Bereich
- Erinnerung an den Subunternehmer aus der Liste heraus
Preisgleitung nach ÖNORM B 2111
Vertrags- und Abrechnungspreise gegen Teuerung sichern — mit einfachen Indexreihen oder gewichteten Warenkörben aus Festpreisanteil und mehreren Komponenten. Grundlage sind die amtlichen Baupreisindizes der Statistik Austria.
- Warenkorb: Festanteil + gewichtete Komponenten
- Amtliche StatAT-Baupreisindizes als schreibgeschützte Datenbasis
- Faktor je Position, nachvollziehbar berechnet
- Basismonat und Stichtag je Vertrag
Mengen-Szenarien & ABC-Analyse
Die preistreibenden Positionen erkennen: ABC-Klassifizierung nach Positionsgewicht und Prognosemengen für verschiedene Mengenszenarien.
- ABC-Klassen nach Wertanteil
- Prognosemengen
- Positionsgewicht
- Szenarienvergleich
Kalkulation & Preise im Gratis-Test ausprobieren
30 Tage voller Funktionsumfang, ohne Zahlungsdaten.