ÖNORM B 1801-1: vom Kostenziel bis zur Kostenfeststellung in sechs Stufen

Kosten planen, verfolgen und steuern nach ÖNORM B 1801-1

Die ÖNORM B 1801-1 führt die Kosten eines Bauvorhabens in sechs Ermittlungsstufen je Projektphase: Kostenziel, Kostenrahmen, Kostenschätzung, Kostenberechnung, Kostenanschlag, Kostenfeststellung. BauNormal führt diese Stufen im Projekt, vergleicht jede mit der Vorstufe, dokumentiert die Kostensteuerung, stellt die Finanzierung dem Bedarf gegenüber und prognostiziert auf die Fertigstellung — dazu die Terminplanungsstufen der Norm.

Wozu Kostenplanung nach ÖNORM B 1801-1 — und was bringt sie Ihnen?

Für alle, die auf der Bauherrenseite Kosten verantworten: öffentliche Auftraggeber, Wohnbauträger, Projektsteuerer und Architekten mit Kostenverantwortung. Bei öffentlichen und geförderten Bauvorhaben in Österreich ist die Gliederung nach B 1801 meist vorgeschrieben; Banken und Fördergeber verlangen die Kostenstufen als Nachweis.

Früh wissen, ob das Projekt ins Budget passt

Schon in der Vorbereitung liefert der Kostenrahmen aus Kennwerten (€/m² Bruttogrundfläche × Fläche) eine belastbare Zahl. Umplanen ist dann noch billig — auf der Baustelle ist es teuer.

Jede Stufe gegen die vorige, jede Abweichung mit Maßnahme

Kostenschätzung, Kostenberechnung und Kostenanschlag werden auf dieselbe Preisbasis valorisiert und verglichen. Eine Abweichung bekommt einen Grund, eine Maßnahme und ein Ergebnis — die Dokumentation, die Fördergeber und Aufsichtsgremien sehen wollen.

Prognose auf die Fertigstellung statt Überraschung am Ende

Die Kostenprognose rechnet die höchste freigegebene Ermittlung mit Preissteigerung bis zum Bauzeitende und den erkannten Abweichungen hoch. Der Finanzierungsplan zeigt daneben Deckungsgrad und Lücke.

Aus jedem Projekt lernen

Die Kostenfeststellung am Ende, geteilt durch die Bruttogrundfläche, ist der Kennwert für das nächste Projekt. BauNormal leitet Zielkennwerte aus den eigenen Kostenfeststellungen ab — valorisiert, mit Quelle, ohne Lizenzkosten für fremde Datensammlungen.

Alles hängt zusammen

Objektwerte und Zielkennwerte füllen den Kostenrahmen, die Ausschreibungen und Vergaben den Kostenanschlag, die Abrechnung die Kostenfeststellung. Nichts wird doppelt erfasst.

Ein ausführendes Unternehmen braucht das Add-on nicht: Es ist das Werkzeug des Auftraggebers. Für die Preisermittlung des Auftragnehmers gibt es die Kalkulation nach ÖNORM B 2061.

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4 weitere Funktionen

KostenplanungNeuAdd-onÖNORM B 1801-1

Kostenermittlung in sechs Stufen nach ÖNORM B 1801-1

Kostenziel, Kostenrahmen, Kostenschätzung, Kostenberechnung, Kostenanschlag und Kostenfeststellung — je Projektphase eine Ermittlung mit Stand, Preisbasis und Umsatzsteuer-Ausweis, gegliedert nach den Kostenbereichen 0 bis 9 und den Zusammenfassungen Bauwerkskosten, Baukosten, Errichtungskosten, Gesamtkosten. Die Beträge kommen aus Kennwerten (€ je m² BGF), aus den Ausschreibungen, aus den Vergaben oder aus der Abrechnung — oder von Hand.

Die Kostenplanung ist das separat buchbare Add-on B 1801 (15 € pro Woche je Organisation, gleicher Preis wie die Kalkulation) und in keinem Tarif enthalten — auch nicht in Premium.

  • Sechs Stufen je Projektphase, Freigabe friert ein, Fortschreibung als neue Fassung
  • Pflichtangaben der Norm: Stand, Preisbasis, netto / brutto / gemischt
  • Baugliederung aus der ÖNORM-Datei, nichts hartkodiert — Bauwerkskosten als 100 %
  • Vorschläge aus Kennwerten, Schätzpreisen, Auftragssummen samt Nachträgen, Rechnungsstand
  • Reserve- und Honoraransatz in Prozent der Baukosten, Gegenüberstellung zur DIN 276
  • Kostenermittlung als PDF
Kostenkontrolle & KostensteuerungNeuAdd-onÖNORM B 1801-1

Jede Stufe gegen die Vorstufe — und die Abweichung mit Maßnahme

Die Kostenverfolgung zeigt Kostenbereiche × Stufen und valorisiert die Vorstufe über eine Indexreihe auf dieselbe Preisbasis. Wird eine Abweichung erkannt, wird sie benannt, eine Steuerungsmaßnahme beschlossen und ihr Ergebnis festgehalten — genau die Dokumentation, die die Norm für die Kostensteuerung verlangt.

  • Matrix Kostenbereiche × freigegebene Stufen mit Abweichung in Euro und Prozent
  • Valorisierung über Baupreisindex-Reihen (auch ÖNORM B 2111)
  • Kostensteuerung: Abweichung → Maßnahme → erwartete Wirkung → Ergebnis
  • Hinweis, wenn eine Ermittlung gröber gegliedert ist, als die Norm für die Stufe vorsieht
Finanzierung & PrognoseNeuAdd-onÖNORM B 1801-1

Finanzierungsplan gegen den Kostenbedarf, Prognose auf die Fertigstellung

Parallel zu den Kostenstufen führt die Norm Finanzierungsziel, Finanzierungsrahmen und Finanzierungsplan. Eigenmittel, Fremdmittel und Förderungen stehen mit Zusagestand und Verfügbarkeit dem Bedarf gegenüber — Deckungsgrad und Finanzierungslücke inklusive. Die Kostenprognose valorisiert die jüngste Ermittlung auf das Bauzeitende und rechnet offene Steuerungsfälle ein.

  • Finanzierungspositionen je Stufe mit Art, Betrag, Verfügbarkeit, Bedingung, Zusagestand
  • Deckungsgrad, gesicherte Mittel (zugesagt/abgerufen), Finanzierungslücke
  • Prognose = Basis × Valorisierung + erkannte Abweichungen + Wirkung der Maßnahmen
  • Umgesetzte Maßnahmen zählen nicht doppelt — sie gehören in die nächste Fassung
TerminplanungNeuAdd-onÖNORM B 1801-1

Terminplanungsstufen und Terminkontrolle nach ÖNORM B 1801-1

Der Balkenplan bleibt der lebende Plan; mit dem Add-on wird er je Projektphase als Stand festgehalten — Terminziel, Terminrahmen, Grobterminplan, genereller Ablaufplan, Ausführungsterminplan, Terminfeststellung. Die Terminkontrolle zeigt, um wie viele Tage sich jeder Vorgang gegenüber dem Stand verschoben hat.

  • Sechs Stufen der Norm, mehrere Fassungen je Stufe
  • Terminkontrolle: Verschiebung je Vorgang, neue und entfallene Vorgänge, Fertigstellung
  • Gefährdete Vertragstermine nach ÖNORM B 2110 auf einen Blick

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