Befund aufnehmen. Massen und Preise nachrechnen.
Ein Gutachten ist nur so belastbar wie die Unterlagen darunter. BauNormal hält beides bereit: ein Werkzeug für Ihre eigene Befundaufnahme — Punkte im Plan, Foto, Ort, Zeitpunkt, Verfasser — und, wenn die Parteien damit arbeiten, Vorgänge mit lückenlosem Verlauf statt eines Ordners voller Handyfotos.
Aufnehmen oder prüfen — meistens beides
Sie nehmen selbst auf
Beweissicherung vor Baubeginn, Befund im Schadensfall, Begehung im Auftrag einer Partei: Punkte im PDF-Plan setzen, Foto, Ort und Beschreibung dazu, jede Eintragung mit Verfasser und Zeitpunkt. Das Protokoll entsteht als PDF aus denselben Daten — nicht als zweite, abgetippte Fassung.
Sie prüfen, was andere geführt haben
Wird das Projekt in BauNormal geführt, bekommen Sie keine Sammlung von Handyfotos, sondern Vorgänge mit Verlauf: wer wann was gemeldet, bestritten und behoben hat, welche Massen wie gerechnet wurden und woher der Einheitspreis kommt.
Sechs Stellen, an denen sich die Arbeit verkürzt
Befund am Plan statt Fotoordner
Jeder Punkt sitzt auf einer Koordinate im PDF-Plan — mehrseitige Pläne inklusive — und trägt Foto, Ort im Klartext, Beschreibung, Datum und Verfasser. Im Protokoll steht später Plan und Blatt, nicht „siehe Anhang“.
Massen, die man nachrechnen kann
Das Aufmaßblatt speichert die Formel, nicht nur das Ergebnis. Sie sehen, wie die Menge zustande kam, und können den Ansatz prüfen statt ihn zu rekonstruieren. Mengen aus dem PDF-Plan und aus DWG-Dateien laufen in dasselbe Blatt.
Preise bis zur Grundlage zurück
Für die Prüfung eines Nachtrags brauchen Sie die Kalkulationsgrundlage. Die K-Blätter nach ÖNORM B 2061 stehen in der Anwendung: K3 Mittellohn, K4 Material, K6 Gerät, K7 Positionspreis — mit Prozentsatz und Betrag je Stufe, nicht als Endsumme.
Preisumrechnung nachvollziehen
Bei wertgesicherten Verträgen rechnet die Anwendung die Gleitung nach ÖNORM B 2111 mit den hinterlegten Indexständen. Sie prüfen den Rechenweg, nicht das Ergebnis einer fremden Tabelle.
Bauablauf mit Datum
Bautagebuch nach ÖNORM B 2110 mit Wetter, Mannschaftsstärke, Geräten und Vorkommnissen, dazu der Terminplan mit Meilensteinen. Für ein Bauzeitgutachten ist das die Grundlage, die sonst aus E-Mails zusammengesucht wird.
Wer hat wann was geändert
Die Feldhistorie protokolliert jede Feldänderung mit Person und Zeitpunkt. Jede Freigabe einer Ausschreibung erzeugt einen Snapshot mit Hash; abgelöste Fassungen bleiben erhalten. Der Stand von damals ist abrufbar, nicht rekonstruiert.
Förmliche Abnahme nach ÖNORM B 2110
Die Abnahme ist der Moment, in dem Gewährleistungsfrist, Haftrücklass und Gefahrtragung umspringen. Deshalb stehen diese drei Folgen vor der Unterschrift am Bildschirm — und das Protokoll lässt sich erst erstellen, wenn wesentliche Mängel behoben oder ausdrücklich vorbehalten sind.
- Mängel nach Wesentlichkeit gewichtet — entscheidet, ob abgenommen werden darf
- Protokollsperre, solange wesentliche Mängel offen sind
- Folgen der Abnahme: Gewährleistung, Haftrücklass, Gefahrtragung
- Durchgehend vom Mangel bis zum Gewährleistungsende
Rechts die Checkliste mit Sperrbegründung und die drei Rechtsfolgen der Abnahme — vor der Unterschrift, nicht im PDF danach.
Aufmaß- & Ausmaßblatt mit Formelmodell
Mengen mit Formelansatz (Länge × Breite × Höhe × Faktor), AKZ und Status E/G/A. Die Spalten richten sich nach der Einheit — bei Laufmetern erscheinen Breite und Höhe gar nicht erst als leere Felder. Je Position steht die Blattsumme mit LV-Abgleich daneben.
- Formelkatalog mit Variablen, Abzüge farblich abgesetzt
- Statuskette E → G → A mit Prüfer und Zeitstempel
- Zwischensumme je Position mit Abweichung zum LV
- ONRE-Roundtrip (XSD-validiert)
Gruppiert nach Position statt 18 Spalten in einer Zeile — rechts die Blattsumme im Vergleich zum LV.
Kalkulation nach ÖNORM B 2061
Der Einheitspreis entsteht aus Bausteinen, nicht aus einem Bauchgefühl: Mannschaftsstunden, Material, Gerät und Fremdleistung werden je Position zusammengesetzt und mit den Zuschlagssätzen beaufschlagt. Jeder Wert lässt sich bis zu seinem K-Blatt zurückverfolgen.
Die Kalkulation ist ein separat buchbares Add-on (15 € pro Woche je Organisation) und in keinem Tarif enthalten — auch nicht in Premium.
- K-Blätter K3 (Mittellohn), K4 (Material), K6 (Gerät) als gemeinsame Grundlage
- Bausteine je Position: Zeit, Material, Gerät, Fremdleistung
- Zuschlagssätze für Geschäftsgemeinkosten, Wagnis und Gewinn
- Preisstand fixiert — spätere Änderungen wirken nicht rückwirkend
Der Einheitspreis mit vollständigem Rechenweg: Bausteine, Zwischensummen und Zuschläge stehen nebeneinander.
Jede Freigabe erzeugt Snapshot und Hash
Die Revisionskette der Ausschreibung als prüffähiger Nachweis: Typ, Änderungsgrund, Quellreferenz und Wirksamkeitsdatum je Fassung, dazu ein automatischer Diff. Ein Zurücksetzen von „Freigegeben“ auf „Entwurf“ gibt es bewusst nicht.
- Snapshot + Hash je Freigabe, abgelöste Fassungen bleiben erhalten
- Diff schreibt sich selbst: geändert, neu, entfernt — mit Positionsnummer
- Lebenszyklus Entwurf → Prüfung → Freigegeben → Abgelöst
- Ereignisprotokoll mit Person, Zeitpunkt und Begründung
Version 3 mit Änderungsgrund, automatischem Diff und Hash; darunter die abgelösten Fassungen.
Woran Sie erkennen, dass nichts nachträglich verändert wurde
- Das Exportpaket eines Projekts enthält je Datei eine SHA-256-Prüfsumme und darüber einen Wurzel-Hash. Weicht eine einzige Ziffer ab, stimmt er nicht mehr.
- Optional wird der Wurzel-Hash mit Ed25519 signiert und mit einem RFC-3161-Zeitstempel versehen — dann steht auch fest, wann das Paket erzeugt wurde.
- Wird ein Paket wieder eingelesen, prüft die Anwendung sämtliche Hashes erneut und bricht bei Abweichung ab. Der Weg hinein ist so streng wie der hinaus.
- Das ist ein Integritätsnachweis der Anwendung, keine qualifizierte elektronische Signatur nach eIDAS. Er beantwortet „ist die Datei unverändert“, nicht „wer steht persönlich dafür ein“.
8 weitere Funktionen, die in einem Gutachten vorkommen
Bautagebuch nach ÖNORM B 2110
Witterung, Belegschaft, Geräte, Lieferungen, Behinderungen und Anweisungen — von Auftragnehmer und Auftraggeber geführt, mit Quittierung durch die örtliche Bauaufsicht. Neu ist der Monatsstreifen: Ein vergessener Tag fällt sofort auf, statt nie.
- Monatsstreifen macht fehlende Tage sichtbar — quittiert, erfasst, fehlt
- Witterung, Belegschaft & Geräte je Tag
- AG-Quittierung durch die ÖBA (verbindlich)
- Behinderungsanzeigen und Fotos als Nachtrags-Nachweis
Aufmaß direkt aus dem PDF-Plan
Im PDF-Plan messen: zuerst den Maßstab an einer bekannten Strecke kalibrieren, dann Strecken, Flächen und Stückzahlen einzeichnen. Jede Messung lässt sich benennen — etwa als Raumname —, erscheint beschriftet im Plan und landet per Klick als Zeile im Aufmaßblatt.
- Maßstab kalibrieren (2 Punkte + reale Länge)
- Strecken, Flächen & Stückzahlen messen
- Messungen benennen & speichern
- Direkt ins Aufmaßblatt übernehmen
Ausmaßblatt aus DWG erzeugen
Eine 2D-DWG-Zeichnung hochladen und daraus Mengen ableiten: Längen und Flächen werden aus den CAD-Layern erkannt und als Zeilen ins Ausmaßblatt übernommen.
- 2D-DWG-Upload
- Layer & Geometrie → Mengen
- Längen & Flächen automatisch
- Direkt ins Ausmaßblatt
Preisgleitung nach ÖNORM B 2111
Vertrags- und Abrechnungspreise gegen Teuerung sichern — mit einfachen Indexreihen oder gewichteten Warenkörben aus Festpreisanteil und mehreren Komponenten. Grundlage sind die amtlichen Baupreisindizes der Statistik Austria.
Die Indexreihen liegen in der Preisverwaltung und werden im Experten-Modus eingeblendet; angewendet wird die Gleitung in der Rechnungsprüfung.
- Warenkorb: Festanteil + gewichtete Komponenten
- Amtliche StatAT-Baupreisindizes als schreibgeschützte Datenbasis
- Faktor je Position, nachvollziehbar berechnet
- Basismonat und Stichtag je Vertrag
Terminplan mit Auswirkung statt roter Zelle
Balkenplan mit Vorgängen, Meilensteinen und Fortschritt — im Expertenmodus mit Abhängigkeiten und Vorwärtsrechnung. Entscheidend ist die Konsequenz: Liegt ein Vorgang zurück, steht als Klartextsatz daneben, dass die Abnahme dadurch hinter den vertraglichen Termin rutscht.
Die Verzugsfortschreibung ist keine Netzplanrechnung — sie schreibt den größten offenen Verzug fort, Puffer aus Abhängigkeiten bleiben unberücksichtigt. Schlechtwettertage aus dem Bautagebuch fließen nicht automatisch in den Balkenplan ein.
- Gantt mit Abhängigkeiten (FS/SS/FF/SF) und Vorwärtsrechnung
- Auswirkung auf den Vertragstermin als Satz, nicht als Farbe
- Abhängigkeiten FS/SS/FF/SF mit Vorlauf, Balken per Ziehen ändern
- Vier Sichten: Balkenplan, Liste, Meilensteine, Soll/Ist
Soll gegen Ist im vergebenen Projekt
Auftragssumme, anerkannt abgerechnet, offener Rest und Fertigstellungsgrad als Kennzahlen — darunter Soll gegen Ist je Leistungsgruppe, je AKZ-Code und als ABC-Analyse. Der Vergleich funktioniert, weil Kalkulation, Aufmaß und Abrechnung dieselben Positionen verwenden.
Erscheint im Projekt erst nach dem Zuschlag und nur im Experten-Modus. Ein Deckungsbeitrag je Leistungsgruppe ist nicht dabei — die Kalkulation liefert dafür nur Projektsummen.
- Soll/Ist je Leistungsgruppe und je AKZ-Code, mit Fertigstellungsgrad
- ABC-Analyse je Position nach Wertanteil
- Vier Achsen: Soll/Ist, Nachträge, Stunden, Zahlungsfluss
- Export als CSV (zum Weiterrechnen) und PDF (Bericht)
Abrechnung & Rechnungsprüfung
Der Auftragnehmer stellt Abschlags-, Teilschluss-, Schluss- oder Regierechnungen; der Auftraggeber prüft sie Position für Position und erkennt Mengen an oder weist sie mit Begründung zurück. Beide Seiten sehen dieselbe Rechnung mit demselben Stand — der Austausch läuft nach ÖNORM A 2063.
- Prüfung je Position: LV-Menge, gefordert, anerkannt, Ablehnungsgrund
- Status von Entwurf über Eingereicht und Freigegeben bis Abgerechnet
- Preisgleitung nach ÖNORM B 2111 in der Prüfansicht
- Export als ONRE-XML, ebInterface, BMD-CSV — E-Rechnung an den Bund über USP
Revisionssicherer ÖNORM-Export
Alle Austauschformate — ONLV, ONRE, ONLB, ONPR — XSD-validiert, mit Prüfprotokoll und Snapshot-Hash. Roundtrip-getestet für lückenlose Nachvollziehbarkeit.
- ONLV / ONRE / ONLB / ONPR
- XSD-Validierung mit Prüfprotokoll
- Snapshot-Hash & Audit-Trail
- Roundtrip-getestet
So kommen Sie an die Daten
Eigenes Konto, eigene Befundprojekte
Sie registrieren sich wie jeder andere Betrieb und führen Ihre Aufnahmen in eigenen Projekten. Dreißig Tage voller Funktionsumfang, ohne Zahlungsdaten — genug für den ersten Befund.
Zugang zu einem laufenden Projekt
Sind Sie von einer Partei beauftragt, kann diese Sie in ihre Organisation aufnehmen; dann sehen Sie das Projekt in der Anwendung. Eine eigene Gastrolle mit reinem Leserecht gibt es derzeit nicht — sagen Sie uns, wenn Sie eine brauchen.
Oder Sie bekommen die Ausgabe
Ohne eigenen Zugang genügt oft, was die Partei ausgibt: Abnahmeprotokoll und Bautagebuch als PDF, Leistungsverzeichnis und Abrechnung als ÖNORM-XML, das ganze Projekt als geprüftes Exportpaket.
Sie sind allgemein beeidet und gerichtlich zertifiziert? Schreiben Sie uns, wofür Sie die Anwendung einsetzen wollen — an info@baunormal.at. Was in Gutachten wirklich gebraucht wird, erfahren wir nur von Ihnen.
Wie die Parteien arbeiten, deren Unterlagen Sie prüfen
Kalkulieren nach ÖNORM B 2061
Mittellohn, Mannschaft, Zuschläge und K-Blätter — Einheitspreise herleiten statt schätzen.
Aufmaßblatt anlegen und prüffähig halten
Aufmaßblatt für die Baustelle nach ÖNORM A 2063-1: Mengen nachvollziehbar erfassen — Rechenansatz, Status E/G/A, Korrekturen ohne Radiergummi.
Massenermittlung aus Plänen — Mengen übernehmen statt abzählen (Beta)
Den Plan zum Aufmaßplan machen: PDF vermessen, DWG auswerten lassen — und die Grenzen kennen, bevor eine falsche Menge in die Abrechnung wandert.
Bauabnahme durchführen und das Abnahmeprotokoll erstellen
Mängelprotokoll und Abnahmeprotokoll nach ÖNORM B 2110: Mängel am Plan verorten, wesentlich von geringfügig unterscheiden, Teilabnahme und Endabnahme auseinanderhalten.
Nehmen Sie den nächsten Befund damit auf
Dreißig Tage voller Funktionsumfang, ohne Zahlungsdaten. Ein Plan, ein Foto, ein Punkt — und das Protokoll schreibt sich aus denselben Daten.