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Massenermittlung aus Plänen — Mengen übernehmen statt abzählen (Beta)

Den Plan zum Aufmaßplan machen: PDF vermessen, DWG auswerten lassen — und die Grenzen kennen, bevor eine falsche Menge in die Abrechnung wandert.

Mengen aus Plänen zu ermitteln ist die zeitraubendste Arbeit vor jeder Ausschreibung — und die fehleranfälligste. BauNormal kann im PDF messen und aus DWG-Dateien Mengen auslesen; dieser Artikel zeigt, wie das geht und wo die Grenzen liegen. Der wichtigste Satz vorweg: Die Anwendung liefert eine Vorlage, keine Abrechnungsmenge — geprüft wird von Ihnen, und genau deshalb bleibt jeder Messweg sichtbar.

Was Sie danach haben

Aufmaßzeilen, die aus dem Plan kommen statt aus dem Maßband — und ein realistisches Bild davon, welchen dieser Zahlen Sie trauen können und welchen nicht.

Was BauNormal dabei abnimmt

  • Im PDF messen mit gesetztem Maßstab — Längen, Flächen, Stückzahlen, direkt in eine Aufmaßzeile.
  • DWG-Auswertung liest Geometrie aus, statt sie abzuklicken; erkannt wird nach Layern.
  • Jede übernommene Menge trägt ihren Ansatz mit, sie steht also nicht als nackte Zahl im Blatt.
  • Aus einem BIM-Modell kommen Mengen je Bauteil und lassen sich als Soll-Vorlage ins Aufmaß übernehmen.
  • Die Beta-Kennzeichnung ist ernst gemeint: Die Anwendung sagt, was sie erkannt hat und was nicht — geprüft wird von Ihnen, bevor daraus abgerechnet wird.

Voraussetzungen

  • Ein Projekt mit einem Aufmaßblatt.
  • Der Plan. Für das Vermessen ein Vektor-PDF, für die automatische Erkennung eine DWG-Datei.
  • Zeit für die Kontrolle. Wer Mengen ungeprüft übernimmt, spart nichts, sondern verschiebt den Fehler nach hinten.

Drei Wege, ein Einstieg

Im Aufmaßblatt führt „Mengen übernehmen aus CAD, PDF oder BIM" zur Auswahl der Quelle:

  • Vektor-PDF vermessen — Sie zeichnen Strecken und Flächen im Plan ein und geben den Maßstab vor. Das ist der verlässlichste Weg, weil Sie messen und die Anwendung nur rechnet.
  • 2D-Plan (DWG) — die Anwendung wertet die Zeichnung selbst aus. Schnell, aber Beta.
  • BIM-Modell (IFC) — läuft über den eigenen Reiter BIM-Modell.

Schritt für Schritt: PDF vermessen

  1. Plan hochladen und den Maßstab setzen: eine bekannte Strecke abgreifen, ihre Länge eintragen. Alles Weitere hängt an diesem einen Schritt.
  2. Strecken, Flächen und Zählpunkte einzeichnen.
  3. Position zuordnen und übernehmen.
  4. Ausschnitt als Skizze an das Aufmaßblatt hängen. Vorher in den Bereich hineinzoomen: Die Skizze wird auf 64 KB verkleinert, weil die ÖNORM das so vorgibt — ein ganzer Plan wird dabei zu Matsch, ein Ausschnitt bleibt lesbar.

DWG auswerten lassen (Beta)

Die Erkennung ist ausdrücklich noch nicht praxisreif, und wir schreiben das dazu, statt es zu verschweigen. Was sie liefert:

  • Raumflächen aus geschlossenen Raumpolygonen mit Stempel. Die stimmen erfahrungsgemäß.
  • Wandlängen, nach Dicke gruppiert. Näherungswerte.
  • Stückzahlen aus Blockeinfügungen eines Layers. Näherungswerte.
  • Flächen und Grundrissflächen aus Schraffuren und zerlegten Bauteilen.

Die Zeilen tragen die Layernamen aus dem Plan, unverändert. Wenn dort „3_02_erdung" steht, dann heißt der Layer so — mit „Mengen filtern" blenden Sie aus, was Sie nicht brauchen.

Was Sie wissen müssen, bevor Sie eine Wandlänge übernehmen: Gemessen wird das ganze Schichtpaket, also Ziegel plus Dämmung plus Putz, und Öffnungen werden nicht abgezogen. Das sind Bruttolängen. Steht bei einer Zeile das Kennzeichen prüfen, ist der Umriss nur zu einem kleinen Teil gezeichnete Fläche — dann ist es keine gerade Wand, sondern ein L-Lauf oder fast nur Öffnung, und die Länge fällt zu groß aus.

Und der Ausschnitt. Enthält ein Blatt mehrere Darstellungen — ein Einreichplan mit Geschossen, Schnitten und Ansichten —, müssen Sie eine davon wählen. Über das ganze Blatt summiert zählt dieselbe Wand aus Grundriss und Schnitt doppelt, und die Mengen sind unbrauchbar. Für mehrere Geschosse: Darstellung wählen, übernehmen, nächste wählen, wieder übernehmen.

Wie eine DWG aussehen sollte

Wenn Sie Einfluss auf die Planlieferung haben, sparen diese sieben Punkte den meisten Ärger:

  1. Ein Modell, ein Maßstab, eine Datei — keine Blätter mit Grundriss, Schnitt und Ansicht nebeneinander.
  2. Zeichnungseinheit (INSUNITS) gesetzt.
  3. Wandarten auf getrennte Layer. Heißt der Layer „110 Wand Aussen" und liegen die Innenwände mit darin, unterscheidet nur noch die Dicke.
  4. Wände als Bauteile — Blöcke, geschlossene Polygone, Schraffuren — statt als lose Striche.
  5. Je Wand ein gerader Abschnitt, keine L-Läufe in einem Block.
  6. Räume als geschlossene Polygone auf einem Raum-Layer, mit Raumstempel. Dann stimmen die Flächen exakt.
  7. Modellbereich, kein Layout.

Gespiegelte Einfügungen und MINSERT-Reihen wertet die Erkennung nicht aus.

Nachsehen, woher eine Menge kommt

„Ansehen" beim Plan und „Im Plan" bei einer Mengenzeile öffnen die Prüfansicht: das Planbild, und orange hervorgehoben genau die Bauteile, aus denen die Menge stammt. Mausrad zoomt, Ziehen verschiebt.

Zwei Darstellungen stehen zur Wahl. einfach zeichnet ein Strichbild und kann die gewählte Menge einfärben. detailliert zeichnet mit Linientypen, Schraffuren und Bemaßungen und lässt Layer ein- und ausblenden, springt bei einer gewählten Menge aber nur an die Stelle, ohne sie hervorzuheben.

Mit Als PDF legen Sie den Plan zusätzlich unter Dateien → Pläne ab. Erst dann lässt er sich in Abnahme und Mängelliste verwenden und im PDF-Vermessen öffnen, denn beide arbeiten auf PDF-Plänen. Die Fußzeile weist aus, dass es ein Abbild und kein maßhaltiger Druck ist.

Was danach sinnvoll ist

Die übernommenen Zeilen sind jetzt gewöhnliche Aufmaßzeilen — weiter geht es in Aufmaßblatt anlegen und prüffähig halten.

Diese Schritte gehen in BauNormal — 30 Tage kostenlos, ohne Zahlungsdaten, endet automatisch.

Kostenlos testen
Robert Beisteiner
Robert Beisteiner, BauNormal

Zuletzt geprüft am

Diese Anleitung wird mit der Anwendung gepflegt. Fehlt etwas oder stimmt ein Schritt nicht mehr mit dem überein, was Sie am Bildschirm sehen, schreiben Sie uns bitte an info@baunormal.at — wir antworten schnellstmöglich.

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