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Bauprojekt einrichten — Daten, Beteiligte, Dateien

Was ein Projekt zusammenhält: Stammdaten für Titelblatt und Bekanntmachung, die eigene Rolle, die Dateiablage — und das Projektpaket für Umzug und Archiv.

Ein Projekt ist die Klammer um alles, was zu einem Bauvorhaben gehört — Ausschreibungen, Angebote, Pläne, Aufmaß, Rechnungen. Wer es einmal ordentlich anlegt, spart sich die Angaben an zwanzig späteren Stellen: Titelblatt, Bekanntmachung, PDF-Kopf, E-Rechnung. Dieser Artikel zeigt, was ein Projekt braucht, und BauNormal zählt dabei mit, welche der fünfzehn Pflichtangaben für eine Ausschreibung noch fehlen.

Was Sie danach haben

Ein Projekt, das die Angaben liefert, die später überall gebraucht werden: auf dem Titelblatt jeder Ausschreibung, in der Bekanntmachung, auf jedem PDF. Und eine Ablage, aus der Aufmaß, Abnahme und Bautagebuch ihre Pläne und Fotos beziehen.

Projektliste mit Filterleiste, Statuskennzeichen und der Schaltfläche für ein neues Projekt
Die Projektliste. Jede Zeile trägt ihren Status — daran hängt, was Sie im Projekt noch dürfen.

Was BauNormal dabei abnimmt

  • Die Anwendung sagt, was fehlt — nicht erst beim Versand, sondern beim Erfassen: „12 von 15 Pflichtangaben", mit Namen der fehlenden.
  • Einmal erfasst, überall übernommen. Die Ausschreibung zeigt später eine Zeile („19 Felder übernommen") statt neunzehn Formularfelder.
  • Die Dateiablage arbeitet mit: Pläne stehen danach im Aufmaß zum Vermessen und in der Abnahme zum Verorten bereit; Fotos aus dem Bautagebuch landen automatisch dort.
  • Ihren Auftraggeber können Sie kostenlos einladen — gemeinsame Termine, gemeinsames Aufmaß, gemeinsame Rechnungsprüfung, ohne dass er ein Paket braucht.
  • Das Projektpaket (ZIP) nimmt alles mit — samt Prüfsummen, für Umzug, Archiv und Nachweis.

Voraussetzungen

  • Eine Organisation. Alles, was Sie anlegen, gehört ihr.
  • Für die Ausschreibung später: fünfzehn Pflichtangaben — die Anwendung zählt mit.

Die Rolle im Projekt

Beim Anlegen wählen Sie: Auftraggeber (Sie schreiben aus, laden Bieter ein, vergeben) oder Auftragnehmer/Bieter (Sie bieten an und rechnen ab).

Die Rolle hängt am Projekt, nicht an Ihrer Firma — dieselbe Firma kann in einem Projekt ausschreiben und im nächsten anbieten. Sie ist jederzeit änderbar und sperrt nichts; sie steuert Vorbelegungen und den Schwerpunkt der Oberfläche.

Schritt für Schritt

  1. Projekt anlegen (Neues Projekt): Bezeichnung des Bauvorhabens, Rolle, Adresse.
  2. Projektdaten vervollständigen. Über den Feldern steht, wie viele der fünfzehn Pflichtangaben erfasst sind und welche fehlen. Pflicht sind Projektname, Adresse, PLZ, Ort und Land der Baustelle sowie Name, Adresse, PLZ, Ort und E-Mail von Auftraggeber und vergebender Stelle — sie gehen in Bekanntmachung und Titelblatt nach ÖNORM A 2063. Telefonnummern und der Rest sind optional.
  3. Bauzeit eintragen (von/bis). Sie steuert, für welche Tage das Bautagebuch Vollständigkeit erwartet. Gibt es einen Terminplan mit Vorgängen, gilt dessen Spanne — die Felder sind für Projekte ohne Plan.
  4. Dateien ablegen — Pläne, Anhänge, Fotos. Ziehen genügt, der Upload startet ohne Bestätigungsklick; die Kategorie wird aus Typ und Name vorgeschlagen und bleibt änderbar.
  5. Beteiligte einrichten (siehe unten).
  6. Erst dann die erste Ausschreibung anlegen — sie übernimmt die Projektangaben als eine Zeile („19 Felder vollständig übernommen") statt als neunzehn Formularfelder.

Die Dateiablage hängt an anderen Funktionen

Das ist der Grund, warum sie mehr ist als ein Ordner:

  • Pläne (PDF oder DWG) stehen danach im Aufmaßblatt zum Vermessen und zur automatischen Mengenermittlung bereit — und in der Abnahme als Grundlage für die Verortung der Punkte.
  • Fotos aus dem Bautagebuch erscheinen automatisch hier.
  • Der Untertitel nennt Anzahl, belegten Speicher und das Datum der zuletzt abgelegten Datei. Der Speicher ist begrenzt und als Add-on erweiterbar.

Wer mitarbeiten darf

Drei Ebenen, die man auseinanderhalten sollte:

  • Ihr Team — Zugänge und Rollen Ihrer Organisation, siehe Team, Rechte und Lizenzen.
  • Je Ausschreibung lässt sich zusätzlich steuern, welche Mitarbeiter sie bearbeiten dürfen. Mehrere können gleichzeitig arbeiten; Änderungen erscheinen live, und die Feldhistorie hält fest, wer wann was geändert hat.
  • Die andere Vertragsseite. Als Auftragnehmer können Sie Ihren Auftraggeber einladen: Er nutzt dieses Projekt kostenlos mit — Termine, Aufmaß, Rechnungsprüfung gemeinsam. Für eigene Projekte und Ausschreibungen braucht er ein eigenes Konto. Der Link wird angezeigt, nicht versendet; die Anwendung schreibt Ihre Kontakte nicht an. Zurückziehen entzieht den Zugriff.

Das Projektpaket: Umzug, Archiv, Nachweis

Ein Projekt lässt sich als ZIP-Paket ausgeben und in ein neues Projekt zurückspielen. Darin liegen je Ausschreibung das ÖNORM-A-2063-LV (normlesbar) und daneben alle Daten in einer verlustfreien Form — Revisionen samt Snapshots, Angebote, Aufmaßblätter, Rechnungen, Nachträge, Termine, Dokumente.

Dazu kommt ein Integritätsnachweis: eine Liste aller Dateien mit Prüfsummen und ein Wurzel-Hash darüber. Ändert sich irgendetwas im Paket, stimmt er nicht mehr. Beim Zurückspielen wird erneut geprüft — das ist der Unterschied zwischen einem Archiv und einem Ordner voller Dateien.

Der Änderungsverlauf (wer hat wann was geändert) reist nur mit, wenn Sie den Schalter „Änderungs-/Revisionsmetadaten mitführen" setzen. Er ist standardmäßig aus, weil damit Benutzernamen und Vorher-Werte das Haus verlassen.

Normnahe Einstellungen

In den Projektdaten steht eine Gruppe „Formale Datenaustauschfähigkeit". Ohne den Hauptschalter wirken die drei darunter nicht:

  • Normprofil (A 2063-1:2021 oder A 2063:2015) — die Vorbelegung für den LV-Export. Eine ausdrückliche Wahl im Export-Dialog und die Ausgabe eines importierten LVs gehen vor.
  • Strikte Schemaprüfung beim Export — verweigert den Export, wenn nicht gegen das Schema geprüft werden konnte. Besser als eine Datei, die beim Empfänger nicht aufgeht.
  • Änderungs-/Revisionsmetadaten mitführen — siehe oben.

Häufige Fehler

  • Projektdaten nachlässig ausfüllen. Jede Lücke taucht später im Titelblatt und in der Bekanntmachung wieder auf, und dann steht die Frist vor der Tür.
  • Pläne per Mail statt in die Ablage. Dann fehlt die Grundlage für Aufmaß und Abnahme.
  • Für jedes Gewerk ein eigenes Projekt. Gewerke sind Ausschreibungen innerhalb eines Projekts — sonst hat kein Bericht mehr eine gemeinsame Auftragssumme.
  • Die Rolle für unveränderlich halten. Sie ist eine Vorbelegung, kein Vertrag.

Was danach sinnvoll ist

Als Auftraggeber weiter mit Ausschreibung anlegen, als Auftragnehmer mit dem Import des Leistungsverzeichnisses und Angebot legen. Den zeitlichen Ablauf planen Sie im Terminplan.

Diese Schritte gehen in BauNormal — 30 Tage kostenlos, ohne Zahlungsdaten, endet automatisch.

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Robert Beisteiner
Robert Beisteiner, BauNormal

Zuletzt geprüft am

Diese Anleitung wird mit der Anwendung gepflegt. Fehlt etwas oder stimmt ein Schritt nicht mehr mit dem überein, was Sie am Bildschirm sehen, schreiben Sie uns bitte an info@baunormal.at — wir antworten schnellstmöglich.

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